Vereinsinterne Richtlinie – gültig ab 1. Januar 2007 gemäss § 24 Vereinssatzung

Präambel:

Jedes Vereinsmitglied ist verpflichtet, jederzeit die gesetzlichen Fischereibestimmungen und die in der Vereinssatzung niedergelegten Ziele des Naturschutzes und der Fischereiausübung zu beachten.

Zuwiderhandlungen dagegen und gegen die folgenden vereinsinternen Richtlinien werden je nach Schwere des Verstosses vom Vorstand mit Ausschluss aus dem Verein, Entzug der Jahreskarte oder Geldstrafen geahndet. Näheres regelt der jeweils aktuelle Strafenkatalog.

 

Pflichten gegenüber dem Verein

  1. Jedes aktive Vereinsmitglied über 14 Jahre und unter 65 Jahren ist verpflichtet, mindestens 8 Stunden Arbeitsdienst im Fischereijahr zu leisten, egal an welchem Vereinsgewässer es eingeteilt wurde. Näheres regelt die Arbeitsdienst-Richtlinie.
  2. Jeder Fischer ist gesetzlich dazu verpflichet, Aufzeichnungen über seine fischereilichen Aktivitäten zu führen. Dazu hat er im Fangbuch vor Beginn jeden Fischens das Datum und den Namen des Gewässers mit Kugelschreiber zu notieren. Der Fang eines Fisches muss sofort mit Art und Länge vermerkt werden. Das Gewicht muss nachgetragen werden. Zum Ende des Fischereijahres sind die getätigten Fänge in den vom Verein zur Verfügung gestellten Jahresfanglisten zusammen-zufassen. Die Jahresfanglisten sind bis spätestens 15 Dezember eines Jahres vollständig ausgefüllt (Stückzahl und Gewicht in Gramm für jede Fischart aufsummiert) an die Geschäftsstelle des Vereins zurückzusenden. Dies gilt auch für den Fall, dass im Fischereijahr keine Fänge getätigt wurden (Negativmeldungen).
  3. Jedes Vereinsmitglied ist verpflichtet, verendete Fische aus dem Gewässer zu entnehmen und an geeigneter Stelle im Unterholz zu verscharren.
  4. Der Vorstand kann aus fischereigesetzlichen Gründen einzelne Gewässer zeitweise oder auf Dauer für die Fischereiausübung sperren. Jedes Vereinsmitglied ist verpflichtet, diese Sperren zu beachten und das Angeln an gesperrten Gewässern zu unterlassen.

Verhalten am Gewässer

  1. An den Weihern ist das Fischen nur vom Ufer aus gestattet. Das Befahren der Vereinsgewässer mit Booten – auch Schlauchbooten – ist grundsätzlich verboten.
  2. Der Angelplatz ist sauber zu verlassen. Abfälle aller Art sind grundsätzlich mitzunehmen.
  3. Übermässiges Anfüttern am Gewässer ist nicht erlaubt, im Rahmen von Vereinsfischen ist Anfüttern grundsätzlich verboten.
  4. Das Angelgerät muss vom Fischereiausübenden ständig beaufsichtigt werden. Dabei dürfen maximal 2 Handangeln gleichzeitig benutzt werden.
  5. An allen Vereinsgewässern ist die Verwendung von Köderfischsenken verboten, ebenso das Auslegen von Flaschen zum Fang von Köderfischen.

Behandlung gefangener Fische

Gefangene Fische müssen, wenn sie während ihrer Schonzeit oder untermassig (siehe „Schonzeiten und Schonmasse“) gefangen werden, sogleich in dasselbe Gewässer zurückgesetzt werden. Das Abködern und Zurücksetzen hat so schonend wie möglich zu erfolgen. Massige Fische, die ausserhalb der Schonzeit gefangen werden, sind grundsätzlich mitzunehmen.

Gefangene Fische, die dem Wasser entnommen werden, sind grundsätzlich zu keschern. Beim Hältern dürfen keine Drahtsetzkescher verwendet werden.

Der gefangene Fisch ist waidgerecht zu töten. Wer dem lebenden Fisch unnötiges Leid zufügt, wird sofort aus dem Verein ausgeschlossen.

Das Schuppen und Ausnehmen der gefangenen Fische am Fischgewässer ist verboten.

 

Fangmengen und –methoden

  1. Ab 15.Oktober beginnt in Vereinsgewässern mit Herbstbesatz die Schonzeit für Karpfen und Schleien. Sie endet mit Freigabe der Gewässer nach Beginn des neuen Fischereijahres.
  2. In Gewässern mit Frühjahresbesatz darf bis 31.Dezember auf Karpfen und Schleien gefischt werden. entfällt ab 01.01.2016
  3. In den vereinseigenen Gewässern dürfen insgesamt 4 Salmoniden pro Woche (Sonntag bis Samstag) gefangen werden, allerdings nur 2 Salmoniden an einem Weiher am Tag. Danach ist das Fischen an diesem Weiher einzustellen. Außerdem dürfen aus den Vereinsgewässern 2 Karpfen und 2 Schleien täglich gefangen werden, jedoch nicht mehr als je 10 Stück im Kalendermonat und insgesamt nicht mehr als je 30 Stück im Fischereijahr. Weiterhin dürfen 2 Hechte, 2 Zander und 2 Äschen pro Kalendermonat gefangen werden. Ausnahmen hierzu gibt es an der Amper und am Weiher Feldgeding: Dort besteht kein Fanglimit für den Hecht.
  4. Das Fischen ist nur mit 1 Haken (Anbissstelle) erlaubt. Wobbler mit 3 Drillingen zählt als 1 Anbisstelle. entfällt ab 2016, da neue gesetzliche Regelung:
    2 Handangeln dürfen zusammen nicht mehr als 6 Anbissstellen haben. Éine Angel darf maximal 5 Anbisstellen haben. Eine Anbissstelle ist ein Haken (egal ob Einfach-, Doppelhaken oder Drilling). Ein Wobbler mit 2 Drillingen hat demnach 2 Anbissstellen!
  5. In den Vereinsgewässern ist das Fischen auf Raubfische nur mit totem Köderfisch erlaubt. Die Verwendung lebender Köderfische ist strengstens untersagt. Ausserdem dürfen für den Raubfischfang (Hecht, Zander) ab 1.Mai eines jeden Jahres Kunstköder, wie z.B. Wobbler, Blinker, Twister oder Spinner, verwendet werden.

Strafenkatalog

Vereinsinterner Strafenkatalog nach § 24 Vereinssatzung - gültig ab Januar 2007.

Jedes Vereinsmitglied ist verpflichtet, jederzeit die gesetzlichen Fischereibestimmungen und die in der Vereinssatzung niedergelegten Ziele des Naturschutzes und der Fischereiausübung zu beachten. Zuwiderhandlungen dagegen und gegen die vereinsinternen Richtlinien werden je nach Schwere des Verstosses auf Beschluss der Vorstandschaft mit Ausschluss aus dem Verein, Entzug der Jahreskarte oder Geldstrafen geahndet. Näheres regelt der folgende Strafenkatalog.

Tatbestand oder Verstoß Betrag
Pflichten gegenüber dem Verein  
Nichtbegleichen von Zahlungsverpflichtungen trotz Ermahnung Vereinsauschluss
Unentschuldigtes Fernbleiben vom Arbeitsdienst  
Erstes fehlen im Fischereijahr 25 €
Zweites Fehlen Im Fischereijahr 75 €
Drittes fehlen im Fischereijahr 130 €
Fehlende, unvollständige oder unrichtige Eintragungen/Angaben im Fangbuch 10 €
Jahresfangliste nicht oder zu spät eingereicht 25 €
Fischen am gesperrten Gewässer 25 €
Verhalten am Gewässer  
Hinterlassen von Abfall oder Gefässen am Angelplatz 10 €
Angelgerät nicht beaufsichtigen 10 €
Behandlung gefangener Fische  
Nicht Zurücksetzen untermassiger oder in der Schonzeit gefangener Fische 25 €
Zurücksetzen massiger Fische außerhalb der Schonzeit 50 €
Verwendung von Drahtsetzkeschern 25 €
Unwaidmännische Behandlung von Fische Kartenentzug
Fangmengen und Methoden  
Überschreitung des Fanglimits 50 €
Fischen mit lebenden Köderfischen Kartenentzug

Im Wiederholungsfall werden die Strafen verdoppelt!

Arbeitsdienstregelung

Vereinsinterne Arbeitsdienst-Richtlinie nach § 24 Vereinssatzung – gültig ab Januar 2007

Ab dem Fischerjahr 2007 treten gemäß Beschluss des Vorstandes folgende Arbeitsdienst-Regelung in Kraft:

  1. Jedes aktive Vereinsmitglied über 14 und bis 65 Jahre hat im jeweiligen Fischerjahr    mindestens  8 Arbeitsstunden abzuleisten.
  • Die Mitglieder werden im laufenden Kalenderjahr je nach Arbeitsanfall vom jeweiligen Gewässerwart oder einem Vorstandsmitglied schriftlich zum Arbeitsdienst aufgefordert.
  • Kann ein aufgefordertes Mitglied an diesem Termin am Arbeitsdienst nicht teilnehmen, so hat es sich schriftlich zu entschuldigen und muss sich selbst um einen neuen Termin bemühen. Der Gewässerwart wird das Mitglied dann ein weiteres Mal schriftlich einladen.

Wer unentschuldigt beim Arbeitsdienst fehlt, dem wird eine Geldstrafe auferlegt.

Die Höhe der Geldstrafe hängt von der Häufigkeit des unentschuldigten Fehlens innerhalb eines Fischerjahres ab.

Erstes unentschuldigtes Fehlen:

Nachdem der Gewässerwart zum Arbeitsdienst eingeladen hat und dieser Terminversäumt wurde, wird dem Mitglied eine Strafe von 25,00 € auferlegt.

Zweites unentschuldigtes Fehlen:

Der Gewässerwart hat das Mitglied ein weiteres Mal zum Arbeitsdienst eingeladen. Wenn dieser Termin wieder nicht wahrgenommen wurde, wird eine Strafe von 75,00 € verhängt.

Drittes unentschuldigtes Fehlen:

Der Gewässerwart hat das Mitglied ein drittes Mal zum Arbeitsdienst eingeladen. Wenn dieser Termin wieder nicht wahrgenommen wurde muss jetzt eine Strafe von 130,00 € entrichtet werden.

 

Verweigert das Mitglied die Zahlung, so erhält es im folgenden Jahr keine Fischerkarte mehr. Über einen Vereinsausschluss befindet die Vorstandschaft.

 

Fehlstunden bzw. Freikauf

Fehlen einem Mitglied aus eigenem Verschulden am Jahresende einige zu leistende Arbeitsstunden, dann muss es je Fehlstunde 10,00 €entrichten.

 

Will ein Mitglied aus besonderen Gründen keinen Arbeitsdienst leisten, so muss es zum Jahresanfang den Betrag von 80,00 € zusätzlich zur Fischerkarte entrichten. In Absprache mit der Vorstandschaft kann das Mitglied seinen Arbeitsdienst auch mit dem Verein dienlichen Naturalleistungen abgelten.

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