Vereinsinterne Richtlinien - gültig ab 27. Januar 2019 gemäss § 24 Vereinssatzung

Präambel

Jedes Mitglied ist verpflichtet, das Bayrische Fischereigesetz (BayFiG), die Ausführungsverordnung zum Bayrischen Fischereigesetz (AVBayFiG) und die in der Vereinssatzung niedergelegten Ziele des Naturschutzes und der Fischereiausübung zu beachten. Zuwiderhandlungen dagegen und gegen die folgenden Richtlinien werden, je nach Schwere des Verstoßes, vom Vorstand mit Ausschluss aus dem Verein, Entzug des Erlaubnisscheins oder Ordnungsgeld geahndet. Siehe Ordnungsgelder und Maßnahmen gemäß §24 Vereinssatzung, Seite 11.

 

Pflichten gegenüber dem Verein

  1. Jedes aktive Vereinsmitglied über 14 Jahren und unter 65 Jahren ist verpflichtet, mindestens 8 Stunden Arbeitsdienst im Fischereijahr zu leisten, egal an welchem Vereinsgewässer es eingeteilt wurde. Die Arbeitsdienstverpflichtung geht über das vollendete 65. Lebensjahr hinaus. Sie endet am 31.12. des Jahres, in dem das 65. Lebensjahr vollendet wird. Näheres regelt die Arbeitsdienstrichtlinie.

  2. Jeder Fischer ist verpflichtet sein Fangbuch zu führen. Zum Ende des Fischereijahres müssen die Fänge mit der Jahresfangliste gemeldet werden. Die Jahresfangliste wird vom Verein per Post zugesandt, kann aber auch von der Webseite heruntergeladen werden. Die Jahresfangliste ist spätestens am 15. Dezember des Jahres an den Schriftführer zurückzusenden. Dies gilt auch, wenn keine Fänge getätigt wurden (Negativmeldungen).

     

  3. Jedes Vereinsmitglied ist verpflichtet, verendete Fische dem zuständigen Gewässerwart zu melden.

     

  4. Der Vorstand kann einzelne Gewässer zeitweise oder auf Dauer für die Fischereiausübung sperren. Jedes Vereinsmitglied ist verpflichtet, diese Sperren zu beachten.

 

Verhalten am Gewässer

  1. Das Fischen ist nur vom Ufer aus gestattet. Das Befahren der Vereinsgewässer mit Booten jeder Art ist verboten.

     

  2. Der Angelplatz ist sauber zu verlassen. Alle Abfälle sind mitzunehmen.

     

  3. Die Handangel muss ständig beaufsichtigt werden und in unmittelbarem Zugriff sein.

  4.  

Behandlung gefangener Fische

  1. Lebensfähige Fische müssen, wenn sie während der Schonzeit oder untermaßig (siehe „Schonzeiten und Schonmaße“) gefangen werden, unverzüglich und schonend in dieselbe Gewässerstrecke zurückgesetzt werden.

  2. Nicht mehr lebensfähige Fische, die während der Schonzeit oder untermaßig gefangen wurden, sind tierschutzgerecht zu töten und mit einem Vermerk „Nicht mehr lebensfähig“ in das Fangbuch einzutragen. Sie zählen zum Fanglimit und sind mit der Jahresfangliste zu melden! Der Haken bzw. das Vorfach muss im Fisch verbleiben, sodass bei einer Kontrolle die Ursache erkennbar ist.

     

  3. Das Abhaken und Zurücksetzen hat so schonend wie möglich zu erfolgen. Maßige Fische, die außerhalb der Schonzeit gefangen werden, sind grundsätzlich zu entnehmen (AVBayFiG §11). Kein „Catch & Release“!

     

  4. Das Hältern von Fischen im Fanggewässer ist auf die geringstmögliche Dauer zu beschränken. Setzkescher dürfen nur verwendet werden, wenn sie hinreichend geräumig und aus knotenfreien Textilien hergestellt sind. In Setzkeschern gehälterte Fische dürfen nicht in das Fanggewässer zurückgesetzt werden. Sie gelten als entnommen und müssen unverzüglich in das Fangbuch eingetragen werden.

     

  5. Ein Kescher ist mitzuführen und zu verwenden.

     

  6. Der gefangene Fisch muss sofort tierschutzgerecht betäubt und getötet, oder vorübergehend gehältert werden (siehe Absatz 2). Wer dem Fisch unnötiges Leid zufügt, wird sofort vom Verein ausgeschlossen.

     

  7. Das Schuppen und Ausnehmen der gefangenen Fische am Gewässer ist verboten.

     

    Fangmethoden

     

  8. Die Handangel darf höchstens fünf Anbissstellen, d. h. Einfach-, Doppel- oder Drillingshaken haben, die beim Fang mit natürlichen oder künstlichen Ködern versehen sein müssen. Werden zwei Handangeln benutzt, dürfen diese zusammen nicht mehr als sechs Anbissstellen aufweisen. In der Amper ist das Fischen nur mit einer (1) Handangel erlaubt!

     

  9. Der Köderfisch darf nur tot verwendet werden. Wer den Köderfisch lebend verwendet, wird sofort vom Verein ausgeschlossen.

     

  10. In den Weihern dürfen vom 1.1. bis 31.05. keine Kunstköder verwendet werden. Ab dem 1. Juni sind Kunstköder, wie z. B. Wobbler, Blinker, Spinner, Streamer etc. erlaubt. In der Amper ist das Fischen mit Kunstköder vom 1.1. bis 28.02. bzw. 29.02. untersagt. Ab dem 1.3. sind Kunstköder in der Amper erlaubt.

Ordnungsgelder und Maßnahmen gemäß § 24 Vereinssatzung

 

 

Jedes Vereinsmitglied ist verpflichtet, die gesetzlichen Fischereibestimmungen und die in der Vereinssatzung niedergelegten Ziele des Naturschutzes und der Fischereiausübung zu beachten. Zuwiderhandlungen werden je nach Schwere des Verstoßes auf Beschluss der Vorstandschaft mit Ausschluss aus dem Verein, Entzug der Jahreskarte oder Ordnungsgeld geahndet. Näheres regelt der folgende Ordnungsgeldkatalog:

 

Pflichten gegenüber dem Verein

Tatbestand oder Verstoß Ordnungsgeld / Maßnahme

Nichtbegleichen von Zahlungsverpflichtungen trotz Anmahnung-> Vereinsausschluss

Erstes unentschuldigtes Fernbleiben vom Arbeitsdienst 25 €

Zweites unentschuldigtes Fernbleiben vom Arbeitsdienst 75 €

Drittes unentschuldigtes Fernbleiben vom Arbeitsdienst 130 €

Fehlende, unvollständige oder unrichtige Eintragungen im Fangbuch 10 €

Verspätete Abgabe oder Nichteinreichung der Jahresfangliste 25 €

Fischen an einem gesperrten Gewässer 25 €

 

Verhalten am Gewässer

Verbale Angriffe jeder Art, rassistische Angriffe,
sexuelle Belästigung, Bedrohung von Fischereiaufsehern -> Vereinsausschluss

Hinterlassen von Abfall am Angelplatz 50 €

Angelgerät nicht beaufsichtigen 10 €

 

Behandlung gefangener Fische

Nichtzurücksetzen untermaßiger oder in der Schonzeit gefangener Fische 50 €

Zurücksetzen von massigen Fischen in das Gewässer außerhalb der Schonzeit 50 €

Nicht tierschutzgerechte Behandlung gefangener Fische -> Kartenentzug*

 

Fangmengen und –methoden

Überschreitung des Fanglimits 50 €

Fischen mit lebendem Köderfisch Kartenentzug*

 

* Der Fischereiaufseher ist berechtigt, die Karte (Erlaubnisschein) sofort einzuziehen. Es folgt eine Vorladung und Anhörung bei der nächsten Vorstandssitzung.

 

Im Wiederholungsfall werden die Maßnahmen verschärft, Ordnungsgelder grundsätzlich verdoppelt!

 

 

 

Arbeitsdienstregelung gemäß
§24 Vereinssatzung

 

 

  1. Jedes aktive Vereinsmitglied über 14 Jahren und jünger als 65 Jahre hat im Kalenderjahr mindestens 8 Arbeitsstunden abzuleisten.
    Die Mitglieder werden von einem Gewässerwart oder einem Vorstandsmitglied schriftlich zum Arbeitsdienst aufgefordert. Kann der Termin nicht wahrgenommen werden, muss das Mitglied sich schriftlich entschuldigen und sich selbst um einen neuen Termin bemühen. Der Gewässerwart wird das Mitglied dann ein weiteres Mal schriftlich einladen.

  2. Wer unentschuldigt beim Arbeitsdienst fehlt, dem wird ein Ordnungsgeld auferlegt.
    Die Höhe des Ordnungsgelds hängt von der Häufigkeit des unentschuldigten Fehlens innerhalb eines Kalenderjahres ab. Die Höhe der Ordnungsgelder findet sich unter Ordnungsgelder und Maßnahmen gemäß §24 Vereinssatzung, Seite 10.
    Verweigert das Mitglied die Zahlung, so erhält es im folgenden Jahr keinen Erlaubnisschein mehr. Über einen Vereinsausschluss befindet die Vorstandschaft.

  3. Fehlstunden
    Fehlen einem Mitglied aus eigenem Verschulden am Jahresende Arbeitsstunden, dann müssen je Fehlstunde 15,00 € entrichtet werden.

  4. Will ein Mitglied keinen Arbeitsdienst leisten, muss das spätestens bei der Jahreshauptversammlung der Vorstandschaft mitgeteilt werden. Dem Mitglied werden dafür 120,00 € berechnet und eingezogen.

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